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21.08.2018

„Sich ein Bild machen und sich mit den Menschen vor Ort austauschen“

Paul Ziemiak, Bundesvorsitzender der Jungen Union besucht Jugendwerkstatt Weyhe


Paul Ziemiak (r.) ließ sich von Tischlermeister für Jugendliche Sven Brethorst (l.) die Holzwerkstatt erklären, begleitet vom CDU-Landtagsabgeordneten Marcel Scharrelmann (2.v.r.), Vertretern der Jungen Union im Nordkreis und den für die Jugendwerkstatt zuständige Bereichsleiter Frank Kruse (hinten l.).

WEYHE-KIRCHWEYHE: „Beziehungsarbeit, Vertrauen und häufig auch viel Geduld sind bei unserer Arbeit mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Grundlage unseres Erfolgs“, beantwortete Petra Scholten, Leiterin der Jugendwerkstatt Weyhe, spontan die erste Frage von Paul Ziemiak, Bundesvorsitzender der Jungen Union und Bundestagsabgeordneter. Auf seiner Sommertour ist der 33-jährige Politiker in verschiedensten Einrichtungen im ganzen Bundesgebiet zu Gast, um sich mit den Menschen vor Ort auszutauschen und sich ein Bild von unterschiedlichsten Projekten zu machen.

Auf Einladung der Jungen Union Stuhr machte er deshalb Halt in der zum Unternehmensbereich Bethel im Norden gehörenden Jugendwerkstatt in Kirchweyhe, die seit mehr als 20 Jahren besteht. „Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 16 bis 27 Jahren kommen aus den unterschiedlichsten Gründen zu uns. Sie alle haben verschiedenste Problemlagen, um auf dem Arbeitsmarkt nicht sofort Fuß fassen zu können“, machte Petra Scholten deutlich. Ziel der Maßnahme ist es, die Teilnehmenden an den Arbeitsmarkt heranzuführen, sie fit zu machen, damit sie im Privat- und Arbeitsleben ihren eigenen Weg gehen können. Nach einem ersten Rundgang durch die Räumlichkeiten gab es dann anschließend die Gelegenheit, sich bei einem gemeinsamen Mittagessen, bei dem unter anderem auch die CDU-Landtagsabgeordneten Volker Meyer und Marcel Scharrelmann zu Gast waren, mit den Teilnehmenden und den Ausbildern zu unterhalten sich über die sehr individuellen Problemlagen auszutauschen. „Was ich hier mitnehme ist das deutliche Signal, dass wir viel früher anfangen müssen, diesen jungen Menschen zu helfen, damit sie erst gar nicht in diese Situation geraten, sich so weit vom ersten Arbeitsmarkt zu entfernen“, so Paul Ziemiak.

Wie erfolgreich diese Maßnahme der Jugendwerkstatt ist, belegen Petra Scholten und Frank Kruse als zuständiger Bereichsleiter mit aktuellen Zahlen: „Ein bis zwei Teilnehmende bekommen wir jedes Jahr in Ausbildung, andere Jugendliche machen ihren Schulabschluss nach oder gehen direkt in die Arbeit“. Von daher lohnt sich diese Maßnahme, die vom Europäischen Sozialfond (ESF), vom Jobcenter des Landkreises Diepholz, vom Landkreis selbst und auch von der Gemeinde Weyhe finanziert wird. Und es ist eine wirkliche Chance für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, um nicht über Jahre oder Jahrzehnte von Sozialleistungen abhängig sein zu müssen.


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