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10.09.2021

Immer über 300 gespendete Brillen im Gepäck

Gemeinnützige Organisation „Mehrblick“ zu Gast im Unternehmensbereich Bethel im Norden


Oben: Für (von links) Florian Schietke, Simone Treidel, Christiane Faude-Großmann und Richard Schmidt kümmern sich gerade darum, die genauen Werte von Thomas Kurz zu bestimmen, um die richtige Brille für ihn zu finden. Unten: Christiane Faude-Großmann (rechts) und Simone Treidel setzen moderne Technik ein, um Thomas Kurz optimal beraten zu können.

FREISTATT. Mehr als 30 Klientinnen und Klienten der Wohnungslosenhilfe des Unternehmens-bereiches Bethel im Norden hatten sich in Freistatt zu einer Brillensprechstunde der gemeinnützigen Organisation „Mehrblick“ angemeldet. Neben einem kostenlosen Sehtest gab es anschließend auch noch eine gespendete Brille für den optimalen Durchblick.

Florian Schietke und Sean Welzer, Mitarbeiter in der Wohnungslosenhilfe Freistatt, hatten von der Organisation „Mehrblick“ erfahren und sich dann mit Christiane Faude-Großmann, Mehrblick-Geschäftsführerin aus Hamburg, in Verbindung gesetzt und diesen Termin vereinbart. „Die über 30 Anmeldungen zu dieser Sprechstunde zeigen, dass es doch unter unseren Klientinnen und Klienten einen großen Bedarf gibt“, so Florian Schietke. Mit Unterstützung der Organisation und ortsan-sässigen Firmen aus Sulingen, „Brillen Schmitz“ und „Optik & Hörgeräte Evers“, hatte man mehr als 300 Brillen im Gepäck. „Und wenn wir feststellen, dass wir doch nicht das passende Modell oder auch die richtigen Gläser dabeihaben, schicken wir die Brille entweder später zu oder machen auch noch einmal bei den ortsansässigen Firmen einen kostenlosen Termin“, erklärte dazu Christiane Faude-Großmann.

Nach diesen kurzen Erklärungen ging es dann auch sofort los. Mit Kollegin Simone Treidel aus Hannover, Richard Schmidt von „Brillen Schmitz“ und Charlene Kautz von „Optik Evers“ machten die ehrenamtlich arbeitenden Fachleute gleich einen ersten Sehtest mit Thomas Kurz. Der 57-Jährige hat schon lange Probleme mit seinen Augen, die nach seinem Gefühl immer schlechter werden: „Von daher wird es Zeit, dass ich mal abkläre, ob sich meine Dioptrien-Zahl verändert hat“. Mit ent-sprechenden Geräten und moderner Technik machten sich die Augenoptiker gleich an die Arbeit. Nach einiger Zeit, meist dauert es zwischen zehn und 20 Minuten, hatte man dann ein Ergebnis und konnte sich um die passende Brille kümmern. Weil zwei Behandlungsplätze von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aufgebaut wurden, waren alle Klientinnen und Klienten an diesem frühen Nachmittag nach rund drei Stunden versorgt.

Aber warum überhaupt diese Sprechstunde? „Wir stellen immer wieder fest, dass obdachlose oder ärmere Menschen einfach Hemmungen haben, einen Sehtest zu machen. Und natürlich fehlt auch häufig das Geld oder sie sind gar nicht krankenversichert“, wusste Christiane Faude-Großmann zu berichten. Von daher dreht die Organisationen seit dem Jahr 2016 einfach den Kontakt um: „Wir kommen einfach zu unseren Kundinnen und Kunden und sorgen damit für den richtigen Durchblick“, so Simone Treidel. Finanziert wird „Mehrblick“ durch Geldspenden. Dazu kommen die gespendeten Brillen, die gereinigt und bei Bedarf auch aufgearbeitet werden, damit sie wieder für Jahre benutzt werden können. „Von daher möchten wir uns sehr herzlich bei allen Beteiligten bedanken, dass wir unseren Klientinnen und Klienten diese Möglichkeit anbieten konnten“, freuten sich Florian Schietke und Sean Welzer über diese wirklich gelungene Aktion in der Freistätter Wohnungslosenhilfe.


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