Bethel im Norden

 
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07.11.2022

Eine gelingende Inklusion geht dank drei engagierter Partner weiter

Neubau der Förderschule des Schulverbundes Freistatt feiert in Achim-Baden einjährigen Geburtstag


Oben: Lassen sich das neue Schulgebäude auf dem Schulgelände in Achim-Baden von den Kindern der zum Unternehmensbereich Bethel im Norden gehörenden Förderschule im Landkreis Verden erklären (von links): Schulleiterin Gabriele Feder, Landrat Peter Bohlmann und Frank Simon, Bereichsleiter des Schulverbundes Freistatt.

Ganz unten Freuen sich, dass die drei Schulen durch den Neubau weiterhin an einem Standort die über mehr als 15 Jahre gewachsene Inklusion fortführen können (von links): Sonja Scheibe, Leiterin der Likeedeler-Schule, Ingrid Thieke, Leiterin Badener Grundschule, und Gabriele Feder, Leiterin der Förderschulen von Bethel im Norden an den beiden Standorten in Baden und Verden.

 ACHIM-BADEN. Der erste Geburtstag Anfang November 2022 war auch die offizielle Einweihung des neuen Schulgebäudes auf dem Gelände der Grundschule Baden im Landkreis Verden. Dadurch kann die seit dem Jahr 2005 gelebte Inklusion der Janusz-Korczak-Grundschule des Schulverbundes Freistatt, der Likeedeler-Schule der Lebenshilfe und der Grundschule Baden so erfolgreich wie bisher an einem Standort fortgesetzt werden.

Für Landrat Peter Bohlmann eine absolute Erfolgsgeschichte im Landkreis Verden: „Was hier die drei Partner möglich gemacht haben, zeigt, wie Inklusion pragmatisch, ganz im Sinne der Kinder im Grundschulalter, umgesetzt werden kann.“ Als die Schülerzahlen ab dem Jahr 2015 immer mehr anwuchsen, benötigte der Schulträger allerdings die vermieteten Räumlichkeiten zurück. Das hätte das Ende dieses einmaligen Miteinanders bedeutetet. Von daher machten sich die drei Schulleiterinnen Gabriele Feder (Schulverbund Freistatt), Ingrid Thieke (Badener Grundschule) und Sonja Scheibe (Lebenshilfe) auf den Weg, gemeinsam nach Lösungen zu suchen. „Wir mussten intensiv darum werben und auch immer wieder Überzeugungsarbeit leisten, um unsere über Jahre gewachsene und erfolgreiche Arbeit fortführen zu können. Von daher gilt allen Beteiligten, die uns in dieser Zeit immer wieder unterstützt haben, unser großer Dank“, erklärte dazu stellvertretend Gabriele Feder bei der offiziellen Einweihungsfeier, die mit verschiedenen Gästen aus Politik und Verwaltung sowie den Trägern der drei Schulen stattfand.

Mit Henning Diephaus konnte der Unternehmensbereich Bethel im Norden einen Investor finden, der dieses Gebäude langfristig an den Schulverbund und an die Lebenshilfe vermietet hat. Entstanden sind in diesem barrierefreien Gebäude vier helle und bunte Gruppenräume / Klassenzimmer mit großen Fenstern und modernen Smartboards. Dazu gibt es drei Differenzierungsräume, weitere Zimmer für die sechs Lehrkräfte und zwei Sozialpädagogen sowie die notwendigen Funktionsräume. Die Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren fühlen sich im Neubau sichtlich wohl und erklärten den Gästen der Eröffnungsfeier bei einem Rundgang mit großer Freude die verschiedenen Räumlichkeiten „ihrer“ Schule. 

Das Besondere an diesem Schulstandort ist neben der räumlichen Nähe gerade das über Jahre gewachsene Miteinander. Die 32 Kinder der Betheler Förderschule mit dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung, die zwölf Kinder der Tagesbildungsstätte der Lebenshilfe und die 365 Kinder der Grundschule Baden begegnen sich regelmäßig auf dem Schulhof und im Schulalltag. „Ob im Sport-, im Kunst- oder im Musikunterricht sowie bei gemeinsamen Projekten (Zirkus, Weihnachtsmärchen), die Kinder lernen und arbeiten ganz selbstverständlich zusammen“, so Gabriele Feder abschließend.


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