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03.11.2022

Die eigenen Grenzen überwinden und neues Selbstbewusstsein entwickeln

Der große Bereich der Erlebnispädagogik ist im Schulverbund Freistatt ein wichtiger Schwerpunkt


Oben: Mit viel Mut geht man auf über acht Metern Höhe über einen einzelnen Balken - immer gesichert mit zwei Karabinern. Unten: Vor dem Einstieg in den Hochseilgarten gibt es klare Anweisungen für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler.

FREISTATT. Mit vier ausgebildeten Hochseilgartentrainer/innen und den Integrationshelfer/innen des intensivpädagogischen Bereiches der Janusz-Korczak-Schule in Freistatt waren über 20 Schülerinnen uns Schüler an zwei Tagen im zur Schule gehörenden Hochseilgarten aktiv. Dabei lag der Schwerpunkt nicht darin, immer höher, weiter oder auch schneller klettern zu können, sondern es ging in erster Linie darum, eigene Grenzen zu überwinden und neues Selbstbewusstsein bei den elf bis 16-jährigen Schülern zu entwickeln.

Dennis Maksimovich als Koordinator des intensivpädagogischen Bereiches im Schulverbund Freistatt und der für den Bereich der Erlebnispädagogik zuständige Andreas Geweiler haben mit ihren Kolleginnen und Kollegen diese Tage im Hochseilgarten vorbereitet, durchgeführt und nachbesprochen. „Wir schaffen mit dieser Art der Pädagogik eine Basis, um mit den Kindern und Jugendlichen vertrauensvoll zusammenarbeiten zu können“, erklärte Denis Maksimovich den Sinn, der hinter diesen „Outdoortagen“ steckt. Jeder Schüler wird dabei sehr individuell begleitet, denn die Ziele und Stärken des Einzelnen sind sehr unterschiedlich und müssen auch immer wieder berücksichtigt werden. „So legen wir sehr viel Wert auf eine gründliche Vorbereitung, haben zahlreiche Informationen zum Hochseilgarten selbst und auch zu den Gurten, Seilen oder auch Karabinern gegeben“, machte Andreas Geweiler deutlich. So kannte das aus erfahrenen und gerade erst neu lizensierten Trainern zusammengesetzte Team die Schülerinnen und Schüler schon im Vorfeld und konnte bei den verschiedenen Übungen im Hochseilgarten selbst entsprechend agieren.

Ob im Selbstsicherungsbereich oder in den Toprope-Bereichen (hier sichern die Trainer mit Seilen und Karabinern wie beispielsweise an der Kletterwand), die Schülerinnen und Schüler hatten die Gelegenheit, viele Übungen in dem Hochseilgarten kennenzulernen und für sich auszuprobieren. „Und hier gehen wir ganz bewusst mit der Idee hinein, neue Wege zu entdecken“, so der erfahrene Trainer weiter. Für den einen Schüler bedeutet dies, dass er sich vielleicht nur den Gurt umlegt, den Helm aufsetzt und den Ort für sich entdeckt. Andere sind auf ihre Art neugieriger und wollen gerne die verschiedenen Übungen ausprobieren und klettern mit großer Freude.

Da sind dann auch die Trainer gefragt, den Einzelnen aber auch das gesamte Team zu fördern und zu fordern. Andreas Geweiler beschreibt es so: „Am Ende des Tages müssen alle Teilnehmenden das gute Gefühl haben, dass sie den nächsten kleinen oder auch größeren Schritt gemacht haben.“ Deshalb ist es auch so wichtig, diese Tage auszuwerten und sich gemeinsam darüber auszutauschen. Nur so schafft man dabei ein gegenseitiges Vertrauen, kann für die nächste Aktion in der Erlebnispädagogik neue Ziele festlegen oder dann auch über neue Grenzen hinweggehen. 

Für Dennis Maksimovich war diese zweitägige Exkursion ein voller Erfolg. Nicht nur weil die Schülerinnen und Schüler positive Rückmeldungen gegeben haben, sondern auch weil die Gruppe enger zusammengerückt ist. „Unser Ziel, an diesem gegenseitigen Vertrauen und auch an diesem Respekt untereinander zu arbeiten, ist damit voll aufgegangen. Von daher wird es weitere Projekttage im Bereich der Erlebnispädagogik geben“, kündigte ein sichtlich zufriedener Leiter der Intensivpädagogik an. Und vergaß dabei nicht, sich bei allen Beteiligten für die tolle Zusammenarbeit zu bedanken.

Weitere Infos zum breiiten Angebot des Schulverbundes Freistatt finden Sie unter www.schulverbund-freistatt.de.


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