Bethel im Norden

 
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21.11.2019

Diakonisches Birkenhof Bildungszentrum trifft Handball

RECKEN-Trainer bei angehenden Sozialassistenten von Bethel im Norden


Heidmar Felixson (Zweiter von rechts), Nachwuchskoordinator bei der TSV Hannover-Burgdorf, begeisterte die angehenden Sozialassistentinnen und –assistenten bei einer Trainingseinheit im Birkenhof Bildungszentrum in Kirchrode.

Bei den Abschlussspielen merkte man förmlich, mit welchem Ehrgeiz die Schülerinnen und Schüler dem Handball hinterherliefen. Wobei immer der Spaß im Vordergrund stand.

HANNOVER. Es dauerte nur wenige Minuten, dann hatte Heidmar Felixson, Nachwuchs-koordinator bei der TSV Hannover-Burgdorf, die Klasse des Birkenhof Bildungszentrums mit 25 angehenden Sozialassistent/innen schon mehr als begeistert. Im Rahmen der Sozialpartner-schaft zwischen den RECKEN und der Diakonie in Niedersachsen war der erfahrene Trainer am Donnerstagvormittag zu Gast im Unternehmensbereich Bethel im Norden.

Normalerweise bringt der ehemalige isländische Nationalspieler und heutige Trainer Kindern und Jugendlichen an Partnerschulen der RECKEN das Handballspielen bei, die Einbindung in die Ausbildungsinhalte einer diakonischen Schule ist für ihn ein spannendes Neuland. „In Island hat Sport einen anderen Stellenwert“, berichtet Felixson aus seiner Heimat. Dort ist Sport eine Selbstverständlichkeit in der Arbeit mit Kindern und wird als wichtiger Aspekt für die Gesundheit angesehen. „Wenn Mathe in der Schule ausfällt, ist das kein Problem; wenn Sport ausfällt ist das für die Eltern ein Drama.“ Bei der kleinen Unterrichtseinheit geht es Felixson vor allem um Koordination und Spaß. Ein ähnliches Programm macht er regelmäßig auch mit Kindern an Grundschulen. 

Auch für Lehrerin Sabine Grujic war es eine ebenso tolle Erfahrung: „Die ganze Klasse war von der ersten Minute an mit großer Begeisterung dabei und hatte besonders bei den Abschlussspielen schon einen gewissen Ehrgeiz entwickelt“. Und die erschöpften Schülerinnen und Schüler fanden nicht nur die Trainingseinheit toll, sondern wollen verschiedene Übungen auch gerne für den praktischen Teil ihrer Ausbildung nutzen. Caroline, 19 Jahre, Philipp, 29 Jahre, und Christoph, 35 Jahre, haben aber nach eigener Aussage nicht nur eine intensive Einheit, sondern auch einen total sympathischen Trainer erlebt: „Und von daher nehmen wir nicht nur die Inhalte mit, sondern auch ganz bestimmt die Art und Weise, wie Heidmar begeistern kann“, gab es am Ende auch ein dickes Lob von den drei angehenden Sozialassistenten.


 „Wir freuen uns sehr, dass unsere diakonische Schule von Bethel im Norden ins RECKEN-Netzwerk aufgenommen wurde“, sagt Andrè Lang von der Diakonie in Niedersachsen, Sozialpartner der Bundesliga-Handballer. Um den Kontakt zwischen Schule und Recken zu stärken, werden vor Weihnachten die Schülerinnen und Schüler des Birkenhof Bildungszentrums in die TUI-Arena zum Spiel gehen Erlangen eingeladen. In den kommenden Jahren sollen diese Besuche wiederholt werden. „Vielleicht macht einer der RECKEN nach oder neben der Handballkarriere eine Ausbildung zum Erzieher bei uns“, regt Bethel-im Norden-Sprecher Ingolf Semper an. Eine Ausbildung kann sowohl in Vollzeit wie auch berufsbegleitend stattfinden.


Zum Hintergrund - Sozialpartnerschaft von Diakonie und Recken:

Seit 2014 ist die Diakonie Niedersachsen offizieller Sozialpartner der TSV Hannover-Burgdorf. In dieser Zeit wurden zahlreiche Projekte, wie beispielsweise der Besuch von sozialen Einrichtungen, ein offizieller Sozialspieltag pro Saison oder die Aktion RECKEN-Knappen, wo sozialen Einrichtungen ein Zugang zu den Heimspielen von Niedersachsens Spitzenhandballern ermöglicht wird, aktiv begleitet und umgesetzt. Derzeit begeben sich beide Seiten abseits des Spielfeldes auf gleichermaßen interessantes wie unbekanntes Terrain.  Die Nachwuchshandballer sind offizielle Botschaftern von sozialen Berufen. Dies beinhaltet nicht nur die Werbung auf den Spieltrikot, sondern auch den aktiven Besuch von sozialen Einrichtungen – wie am heutigen Donnerstag bei Bethel im Norden. 


„Das soziale Engagement der RECKEN ist beispielgebend. Ganz besonders freue ich mich, dass der RECKEN-Nachwuchs zu Botschaftern für soziale Berufe wird. Sie werden diakonische Einrichtungen kennen lernen und von ihren Eindrücken berichten. Wir hoffen, der eine oder andere junge Handballer wird Lust bekommen, einen sozialen Beruf zu ergreifen“, sagt Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher des Diakonischen Werks evangelischer Kirchen in Niedersachsen.


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