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30.10.2018

Bethel im Norden ist für viele Menschen ohne Wohnung eine wichtige Anlaufstelle

CDU-Bundes- und Landtagsabgeordnete informieren sich über das Arbeitsfeld Wohnungslosenhilfe


Trafen sich im Landkreis Diepholz zum Thema „Wohnungslosenhilfe“ (v. r.): Frank Kruse, Bereichsleiter Wohnungslosenhilfe, Christa Nagel, Leitung Beratung und Betreuung, Janine Husmann, Leitung Arbeitsbereich, Angela Sieber, Leitung Wohnen und Alltagsbegleitung, Marcel Scharrelmann, Volker Meyer, beides CDU-Landtagsabgeordnete, Luise Turowski, Geschäftsführung Bethel im Norden, Axel Knoerig, CDU-Bundestagsabgeordneter, Finn Kortkamp, Junge Union Kreisverband Diepholz und Karsten Heineking, CDU-Landtagsabgeordneter.

FREISTATT.  Die Problemlagen der über 860.000 Menschen, die zurzeit in Deutschland mehr oder weniger auf der Straße leben, sind nach den Erfahrungen der Mitarbeitenden der zum Unternehmensbereich Bethel im Norden gehörenden Wohnungslosenhilfe im Landkreis Diepholz sehr unterschiedlich. Die Zahl der Menschen ohne Wohnung ist in den vergangenen Jahren wieder stark angestiegen und wächst noch weiter.   

Um sich über die Bedarfe und die verschiedenen Angebote der Wohnungslosenhilfe von Bethel im Norden zu informieren, waren jetzt der CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig sowie die niedersächsischen CDU-Landtagsabgeordneten Volker Meyer, Marcel Scharrelmann und Karsten Heineking zu Gast in Freistatt. Luise Turowski aus der Geschäftsführung Bethel im Norden und Frank Kruse als Bereichsleiter der Wohnungslosenhilfe machten bei ihrer kurzen Einführung deutlich, dass es nicht den typischen Menschen ohne Wohnung gibt. „Die Hilfesuchenden haben wirklich sehr unterschiedliche Problemlagen. Hier ist einfach die Verarmung der häufigste Grund, der zur Wohnungslosigkeit führt“, so Bereichsleiter Frank Kruse. Die Erfahrung zeigt einfach, dass man ohne einen festen Arbeitsplatz kaum noch eine Wohnung anmieten kann. Fehlen dann soziale Kontakte, Familie oder Freunde landet man schnell auf der Straße „Von daher ist es für uns besonders wichtig, den Menschen mit unseren vielfältigen Angeboten ein Stück Normalität zu bieten und ihnen respektvoll zu begegnen, wenn sie sich dafür entscheiden, verschiedene Hilfen anzunehmen“, betonte Luise Turowski. Dabei ist auch ein früher Einstieg ganz wichtig. Das Beratungsangebot der Wohnungslosenhilfe beginnt deshalb schon dann, wenn Mieter/innen gefährdend sind, ihre Wohnung zu verlieren. „Zumal nicht selten dann auch Familien mit Kindern betroffen sind“, weiß Frank Kruse aus Erfahrung. Seit Jahren ist im Südkreis der Diepholzer Tagestreffpunkt „Die Arche“ ein wichtiger Ansprechpartner für diese präventiven Maßnahmen.

Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Hilfe sind aber bezahlbare Wohnungen, die man den Menschen zur Verfügung stellen kann. Gerade hier wird es immer schwieriger, da sie überall in Deutschland fehlen. Das haben auch Volker Meyer, Marcel Scharrelmann und Karsten Heineking für ihre Wahlkreise und das Land Niedersachsen erkannt. „Es geht für uns wirklich darum, bezahlbaren Wohnraum in den Gemeinden und Städten zu schaffen, damit nicht noch mehr Menschen ohne Wohnung sind oder eben auch eine Rückkehr in die Gesellschaft gelingt“. Ergänzend sieht Axel Knoerig noch einen weiteren wichtigen Punkt: „Wir müssen dazu noch sehr viel mehr auf die individuelle Hilfe schauen, unabhängig aus welchem Topf die Mittel letztlich stammen“, machte der CDU-Bundestagsabgeordnete zum Abschluss des Besuches im Freistatt deutlich.  


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