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28.09.2026

Barrierefreies Gärtnern an neuen Hochbeeten

Altenzentrum Karl Flor pflanzt dank Spende Kräuter und Blumen im Garten


Welche Kräuter sind eingepflanzt? Sofort tauschten sich (von links) Prof. Dr. Heide Ziegler, Bewohnerin Christel Düren und Einrichtungsleiterin Claudia Wendisch über den Duft und den Geschmack von verschiedenen Kräutern an den unterfahrbaren Hochbeeten im Hannoveraner Altenzentrum Karl Flor aus. Foto: Bethel im Norden.

 HANNOVER-WETTBERGEN. Große Freude im Altenzentrum Karl Flor in Hannover-Wettbergen: Dank einer Spende von Prof. Dr. Heide Ziegler aus Stuttgart konnten neue, barrierefreie Hochbeete für die Bewohnerinnen und Bewohner angeschafft werden. Bei einem gemeinsamen Besuch machte sich die Spenderin nun selbst ein Bild von dem Projekt und zeigte sich ebenso begeistert wie die 96-jährige Bewohnerin Christel Düren.

Im Altenzentrum, das zu Bethel im Norden gehört, spielt die Verwendung frischer Zutaten seit jeher eine wichtige Rolle. „Gerade über diese Gerüche und den Geschmack kommen wir als Mitarbeitende ganz einfach mit den Bewohnerinnen und Bewohnern in Gespräche“, erklärt dazu Einrichtungsleiterin Claudia Wendisch. Häufig entstünden dabei lebhafte Unterhaltungen über Rezepte, Kräuter und besondere Zutaten, die ein Gericht erst perfekt machen.

Auch Hauswirtschaftsleiterin Jenny Wilhelm setzt deshalb auf frische Kräuter aus eigener Ernte. „Wir haben schon immer Kräuter in unserem Innenhof und in Hochbeeten angebaut und saisonal genutzt“, berichtet sie. Allerdings waren die bisherigen Beete für viele Bewohnerinnen und Bewohner nur eingeschränkt nutzbar. Insbesondere Menschen, die auf Rollatoren oder Rollstühle angewiesen sind, konnten die Pflanzen nur schwer erreichen.

Mit den neuen Hochbeeten gehört dieses Problem nun der Vergangenheit an. Die aus wetterbeständigem Douglasienholz gefertigten Beete sind unterfahrbar und untersitzbar und ermöglichen damit deutlich mehr Teilhabe. „Wir freuen uns sehr, dass wir dank Frau Prof. Dr. Ziegler diese besonderen Hochbeete anschaffen konnten. Sie sind ideal für Menschen mit Rollstuhl oder Rollator geeignet“, betont Claudia Wendisch.

Bei ihrem Besuch ließ sich Heide Ziegler die neuen Beete zeigen. Gemeinsam mit Christel Düren und Claudia Wendisch wurde gefachsimpelt: Welche Kräuter wachsen hier? Wie riechen und schmecken sie? Und welche Gerichte lassen sich damit verfeinern? Für die Spenderin war es ein bereichernder Austausch. „Ich freue mich, wenn man mit meiner Spende Dinge anschaffen kann, die im Alltag sinnvoll genutzt werden“, sagte Heide Ziegler. „Und wenn ich dann selbst sehe, wie begeistert die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mitarbeitenden sind, dann ist das einfach eine großartige Angelegenheit.“

Den gelungenen Besuch ließen die Beteiligten bei einem gemeinsamen Mittagessen ausklingen. Dabei kamen bereits einige der frisch geernteten Kräuter aus den neuen Hochbeeten zum Einsatz. So wurde direkt erlebbar, welchen Mehrwert die neuen Beete für die Gemeinschaft und den Alltag im Altenzentrum Karl Flor bieten.


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