Es wird hierbei unterschieden zwischen dem BVJ-Förder und dem BVJ mit dem Schwerpnukt emotionale und soziale Entwicklung.
Unser Berufsvorbereitungsjahr Förder richtet sich speziell an die Absolventen der Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen. Über kleinschrittigen und handlungsorientierten Unterricht in kleinen Lerngruppen werden die Schüler für eine folgende Ausbildung und den späteren Beruf fit gemacht.
Da viele dieser Schüler/innen oft keine konkreten Vorstellungen davon haben, für welchen Beruf sie sich entscheiden sollen, durchlaufen sie bei uns in Form von 2-wöchigen Praktikas im ersten Schulhalbjahr die verschiedenen Berufsfelder Holztechnik, Metalltechnik, Hauswirtschaft, Garten- und Landschaftsbau sowie Farbtechnik und Raumgestaltung. Aufgrund dieser gesammelten Erfahrungen über die verschiedenen Berufsfelder und unter Berücksichtigung eigener Interessen und Stärken wählen sie für den Rest des Schuljahres ihr Wunschberufsfeld, in dem sich die Schüler/innen dann spezialisieren.
Dieser Prozess wird vom Klassenlehrer, einem Sozialpädagogen sowie dem zuständigen Reha-Berater der Agentur für Arbeit begleitet, so dass am Ende des Schuljahres eine klare berufliche Perspektive erkennbar ist. Dies kann eine Vollausbildung, eine Werker- oder Helferausbildung oder auch eine berufliche Tätigkeit ohne Ausbildung bedeuten.
Den Übergang in Ausbildung oder Beruf begleiten und unterstützen wir durch Bewerbungstraining, konkrete Unterstützung im Bewerbungsverfahren und durch die gute Vernetzung mit verschiedenen Handwerksbetrieben in der Region. Zudem erhalten die Schüler/innen qualifizierten Förderunterricht in den Fächern Deutsch und Mathematik, der ihnen – entsprechende Noten vorausgesetzt – die Möglichkeit auf den Erwerb des Hauptschulabschlusses eröffnet.
Dieses BVJ richtet sich speziell an die Absolventen unserer Förderschule mit dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung. Der Fokus liegt hier neben der fachlichen Ausbildung – vergleichbar mit den Elementen des BVJ-Förder – vor allem im Aufbau angemessener sozialer Verhaltensweisen die Voraussetzung für eine erfolgreiche berufliche Integration sind. Elementare Bestandteile dieses Bildungsangebotes sind vor allem kleine, stabile Lerngruppen, das Klassenlehrerprinzip sowie ein klares und nachvollziehbares Regelwerk. Über differenzierte Rückmeldesysteme und unser wöchentlich stattfindendes Berufsschulplenum soll den Schüler/innen der Aufbau von sozialen Kompetenzen ermöglicht werden. Für den Umgang mit schwierigen Situationen im (beruflichen) Alltag werden die Schüler/innen sensibilisiert und gestärkt.
Darüber hinaus bieten wir als individuelle Fördermaßnahmen verschiedene spezielle konfrontative Settings wie unsere Erlebnispädagogische Fahrten (Outdoor-Lernprogramm), Coolness-Training® oder ein Anti-Aggressivitätstraining® an. Ziel dieser Maßnahmen ist der Aufbau eines realistischen Selbstbildes durch ständige Rückmeldung der Lerngruppe (Peer-Group). Es soll eine Kultur des Hinschauens entwickelt und die friedliche Einmischung trainiert werden.
Durch den Besuch des Berufsvorbereitungsjahres sollen die Schüler/innen zielgerichtet auf das Berufsleben und eine spätere Ausbildung vorbereitet werden.
Dieser Weg der beruflichen Integration im Berufsvorbereitungsjahr wird von uns durch folgende Fördermaßnahmen betreut und begleitet :
Bei Schüler/innen mit dem Förderbedarf emotionale und soziale Entwicklung bieten wir zudem folgende individuelle Fördermöglichkeiten an:
Das Berufsvorbereitungsjahr richtet sich insbesondere an:
Der Unterricht des einjährigen Berufsvorbereitungsjahres erfolgt in Vollzeitform.
Die gültige Stundentafel beinhaltet 35 Wochenstunden in folgenden Fächern:
Deutsch 2 Stunden
Politik 2 Stunden
Sport 2 Stunden
Religion 1 Stunde
Fachtheorie (des gewählten Berufsfeldes) 6 Stunden
Fachpraxis (des gewählten Berufsfeldes) 18 Stunden
Wahlpflichtarbeitsgemeinschaften 4 Stunden
Während des Schuljahres findet ein dreiwöchiges betreutes Betriebspraktikum statt.